Schau mal was passiert, wenn du eine Woche keine Nachrichten konsumierst..
Wenn Du Nachrichten schaust oder liest, kennst Du dieses Gefühl wahrscheinlich.
Stell Dir zwei typische Situationen vor.
Abends sitzt Du auf der Couch. Der Fernseher läuft. Tagesschau.
Zwanzig Minuten später fühlt sich alles irgendwie schwer an.
Die Welt wirkt plötzlich wie ein einziges Chaos: Kriege, Krisen, Katastrophen.
Du drehst Dich zu Deinem Partner oder Deiner Partnerin und sagst: „Schon schlimm, was da alles passiert.“
Oder eine andere Szene:
Morgens beim Frühstück. Kaffee, vielleicht einen Happen zu Essen – und daneben die Zeitung oder die News-App auf deinem Handy.
Du scrollst durch die Schlagzeilen: politische Krisen, Wirtschaftssorgen, Umweltkatastrophen, Konflikte irgendwo auf der Welt.
Der Tag hat noch gar nicht richtig begonnen – und Dein Kopf ist schon im Krisenmodus.
In beiden Fällen passiert etwas Ähnliches:
Du bekommst den Eindruck, dass die Welt da draußen immer chaotischer und gefährlicher wird.
Nur: Dieses Bild hat erstaunlich wenig mit der tatsächlichen Realität zu tun.
Nachrichten zeigen nicht die Welt, wie sie ist.
Sie zeigen den Teil der Welt, der unsere Aufmerksamkeit am stärksten fesselt.
Medien leben von Klicks, Einschaltquoten und Reichweite. Und seit Jahrzehnten zeigt die Forschung: Negative Nachrichten funktionieren besser als positive. Unser Gehirn reagiert stärker auf Bedrohungen als auf gute Entwicklungen – ein uralter Überlebensmechanismus.
Deshalb sind der Großteil aller Nachrichten negativ.
Wenn man das jeden Tag konsumiert, entsteht ein verzerrtes Bild der Welt.
Dabei passiert jeden Tag auf der Welt auch enorm viel Positives: medizinische Fortschritte, sinkende Armut, technologische Durchbrüche. Nur tauchen solche Entwicklungen selten in den Schlagzeilen auf, weil sie weniger Drama liefern.
Hinzu kommt: Nachrichten folgen oft bestimmten Narrativen. Von tausenden Ereignissen pro Tag werden nur wenige ausgewählt – und die werden dann in eine bestimmte Geschichte eingeordnet.
Komplexe Themen werden vereinfacht, Konflikte auf „Gut gegen Böse“ reduziert und Perspektiven unterschiedlich stark betont.
Das fühlt sich für uns an wie „informiert sein“.
In Wirklichkeit trainieren wir unser Gehirn damit oft nur darauf, die Welt als bedrohlich wahrzunehmen.
Mein persönlicher Ansatz ist deshalb simpel: Ich konsumiere äußerst selten bis gar keine "Nachrichten" mehr.
Die wirklich wichtigen Ereignisse bekomme ich ja trotzdem mit – über Gespräche, beim Surfen im Internet oder durch andere Menschen.
Man verpasst weniger, als man denkt.
Und der Effekt ist spürbar: weniger Stress, weniger Weltuntergangsstimmung und ein deutlich entspannterer Blick auf die Welt.
Herzliche Grüße,
Deine Nicole mit ihrer besten Pfote ;)
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